KI – Fluch oder Segen? Wie sie mein Bloggen und meine Fotografie verändert

Aus Neugier habe auch ich KI eine Karikatur von mir erstellen lassen.

Auf einem hat eines meiner Kinder zwei komplett unmögliche Arme. Anatomisch fragwürdig. Sehr lustig.
Auf einem anderen Bild sehe ich plötzlich mindestens 20 Kilo leichter aus.
KI macht halt (noch?) Fehler. Meistens charmant. Manchmal komplett absurd. Und oft ziemlich unterhaltsam.

Aber….. ohne KI hätte ich wohl nie gebloggt.
Früher habe ich stuuuuuundenlang an Texten gesessen, halb Holländisch, halb Deutsch, total lustig, aber echt mühsam. Stunden, die ich lieber in die Fotografie, im Garten oder mit meiner Familie verbracht hätte.

Jetzt habe ich ChatGPT an meiner Seite.
Ich diktiere, tippe, schreibe wild drauflos und plötzlich steht da ein Text, der nach mir klingt.
Schneller, leichter, manchmal frecher oder kritischer, als ich es selbst gedacht hätte.
Ich lache, passe an, schicke Ideen hin und her aber Ich behalte immer noch meine Stimme, nur die Tipperei fällt weg.

Und dann …..
gibt es inzwischen Apps, die versprechen:
Schick ein Selfie, bekomme ein ganzes Boudoir-Shooting.
Mit perfekten Posen, perfektem Licht, perfektem Körper.
Klar. Du bekommst schöne Bilder. Vielleicht siehst du spektakulär aus.
Glatte Haut. Schlanke Taille. Mega Look.

Aber bist du das wirklich?

Karikatur einer Fotografin, leicht überzeichnet, witzig, mit Humor, erstellt von KI

Wenn ich mich auf einer KI-Karikatur 20 Kilo leichter sehe, löst das bei mir genau eines aus:
einen Lachkrampf.
Mehr nicht. Kein Stolz. Keine Erinnerung. Kein Gefühl von „Wow, das war ich.“

Ein Fotoshooting bei mir soll etwas anderes sein. Es soll eine Erfahrung sein.

Du kommst. Wir bereiten alles vor. Du stehst beim Wasserfall, am Glütschbach oder im Fotostudio.
Am Anfang spürst du das Zittern, lachst zwischendurch laut,
und irgendwann merkst du: „Hey, das macht richtig Spass.“

Und genau dieser Moment ist der Punkt.

Die Bilder entstehen nicht, um dich zu verändern.
Nicht, um dich schlanker zu machen.
Nicht, um dich in eine Fantasiefigur zu verwandeln.
Ich retuschiere einen Pickel. Einen blauen Fleck. Ein kleines Piekserchen.
Aber ich mache dich nicht zu jemand anderem.

Ich will, dass du dich erkennst.

Und noch wichtiger: Dass du dich erinnerst.

Erinnerst an das Gefühl. An den Mut. An den Spass. An dieses „Ich hab’s einfach gemacht.“

Die Fotos sind nicht das Ziel. Sie sind der Beweis.

Der Beweis, dass dieses Shooting stattgefunden hat. Dass du da standest. Dass du dich gezeigt hast. Dass du dich gesehen hast.

Eine KI kann ein perfektes Bild generieren. Aber sie kann dir nicht das Kribbeln geben, bevor du vor die Kamera trittst.
Sie kann dir nicht das Lachen schenken, wenn eine Pose erst komplett schiefgeht und dann plötzlich richtig gut wird.
Sie kann dir nicht dieses Gefühl geben, wenn du auf das Display schaust und denkst: „Wow. Das bin ich.“

Genau deshalb habe ich keine Angst vor KI.

Sie ist ein Tool. Ein Helfer. Manchmal ein sehr lustiger Helfer mit anatomischen Ausrutschern.

Aber meine Arbeit passiert nicht im Algorithmus. Sie passiert im echten Leben.

Wenn du also nur ein perfektes Bild willst, das dich digital aufpoliert zeigt dann gibt es dafür Apps.

Wenn du eine Erfahrung willst, auf die du mit Stolz oder einem mega Grinsen zurückschaust, dann komm zu mir.

Die Bilder bekommst du obendrauf.

Und ja, die werden schön sein.

Aber noch wichtiger: Sie werden echt sein.